Physik
Beitragsseiten
Exkursion ins DESY Hamburg
Langenfeld, der 7.7.2011, fünf Minuten vor sechs morgens am S-Bahnhof: 19 todmüde Schüler und drei auch nicht ausgeschlafenere Lehrer treffen sich zur Kursfahrt. Warum jeder so früh erscheint und sich trotzdem auf die Fahrt freut: es geht ins Deutsche Elektronen Synchrotron, kurz DESY.
Nach der viereinhalb-stündigen Anreise mit dem IC im nur für uns reservierten Zug-Abteil kamen wir dann in Hamburg-Altona an. Nach einer kurzen Hafenbesichtigung inklusive der AIDA und einer Pause in der Innenstadt zum Kaffeetrinken, Eisessen etc. ging es mit dem Bus zum Gelände des DESY.
Unser erstes Ziel war, wie könnte es auch anders sein, die Cafeteria. Nach dem Essen begann dann um zwei Uhr unsere Führung durch das DESY mit einem Vortrag darüber, was DESY überhaupt ist. Ein paar Grunddaten zu den Beschleunigern, wonach eigentlich geforscht wird, warum man dort forscht und was man sich zu finden erhofft, waren die Fragen, die dabei beantwortet wurden. Kurz gesagt ist es ein Komplex aus mehreren Elektronenbeschleunigern, sowohl in Ring- als auch in Streckenform. Geforscht wird nach dem Grund, warum alles so existiert, wie es existiert und wie sich Energie und Teilchen verhalten, bewegen sie sich mit hoher Geschwindigkeit oder prallen sie zusammen. War der Vortrag für uns hoch informativ, interessant und teilweise sehr kompliziert, nutzten ihn unsere studierten Kollegen für ein Mittagsschläfchen :D.(wer schon alles kann...)

Nach der Einleitung bekamen wir während der Führung eine Erklärung der Funktionsweise eines alten, nicht mehr aktiven Messgerätes und dem dazugehörigen Beschleunigerring. War dieses schon sehr beeindruckend (Messgerät 8 Meter hoch; Ring 6,4 km lang), sind aktuelle Geräte mehr als zweimal so groß. Hier sah man, dass es schwer ist, gutes Personal für den Sicherheitsdienst zu finden, denn einen Telefonhörer richtig auflegen zu können, ist keine Standard-Fertigkeit :P.
Danach wurde uns noch eine kleinere öffentliche Anlage gezeigt, die von jedem mietbar ist. Um hier Tests durchführen zu können, muss man sich schon viele Monate vorher bewerben, um überhaupt einen Platz zu bekommen. Zum Schluss haben wir uns noch eine Fabrikationshalle angeschaut, in der in staubfreien Räumen die feinen Messgeräte und Bauteile des Beschleunigers zusammengesetzt werden. In dieser Halle befand sich auch der Start einer geraden Beschleunigerbahn, die in Betrieb war.
Dann war die Führung beendet. Jetzt stand nur noch die etwa 6 Stunden lange Rückfahrt an, die, obwohl wir schon 13 Stunden wach waren, und ein bestimmter Lehrer uns dann doch kein Bier mehr ausgeben wollte, trotzdem sehr lustig war. Denn wer hätte gedacht, dass sich einige Kollegen der Physik für „Angry Birds“ begeistern können (Anmerkung: schiefer Wurf ^^).
Insgesamt war es also ein wirklich schöner und auch sehr interessanter Ausflug, bei dem man vieles sehen und erfahren konnte, was man sonst eher selten mitbekommt. Danken möchten wir hierbei im Namen des gesamten Physik-LK Herrn Bussmann, der die ganze Fahrt perfekt organisiert und geplant hat und natürlich auch den Kollegen Herrn Wendler und Herrn Kleuters, die uns begleitet haben.
Thimm Nitsche und Marco Ja
- Zurück
- Weiter >>