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Planung der weiteren Schulentwicklung


Entwicklungsziele

Die ersten Zielvorgaben fanden sich zunächst im Abschnitt Ausblick unserer Schulprogrammfassung 2003. Wir haben uns zwei Arbeitsfelder ausgewählt und für sie konkrete Ziele formuliert:

  • Erarbeitung eines Konzepts zur Begabungsförderung
  • Erarbeitung eines Konzepts für den Anfangsunterricht im Fach Englich, um den veränderten Eingangsvoraussetzungen unserer Schülerinnen und Schüler in der Klasse 5 Rechnung zu tragen.

Die Ergebnisse dieser Entwicklungsarbeit finden sich im Schulprogramm. Darüber hinaus fanden sich in verschiedenen Fachschaften Kolleginnen und Kollegen, die in Arbeitsgruppen weitere Konzepte erarbeitet und in die Unterrichtsarbeit integriert haben. Zudem finden sich auch Konzepte, die über die Unterrichtsarbeit hinausgehen. Zu nennen sind hier:

  • Ein Stufen übergreifendes Konzept zur Sexualerziehung
  • Eine erweiterte Einbindung der neuen Technologien im mathematisch- naturwissenschaftlichen Unterricht
  • Das Projekt Berufswahlvorbereitung
  • Ein Angebot zur Hausaufgabenbetreuung
  • Die Bibliothekskonzepte
  • Ein Konzept Theaterarbeit / darstellendes Spiel

 

Für die nächsten zwei Jahre und darüber hinaus ergeben sich aus den veränderten schulpolitischen Rahmenbedingungen neue und veränderte Aufgaben. Um neue Ziele für die Weiterarbeit am Schulprogramm zu setzen, möchten wir abwarten, bis uns genaue Information zu den Veränderungen vorliegen.

Eines der zentralen Ziele wird es aber sein, ein Konzept zur Vergabe von Fortbildungsmitteln zu erarbeiten, da dies entscheidenden Einfluss auf alle Bereiche der Schulentwicklung hat.

Grundsätzlich besteht weiterhin für alle am Schulleben beteiligten Gruppen über die Mitwirkungsorgane die Möglichkeit, eigene Entwicklungsprojekte und Ziele in die Diskussion zu bringen. Die Arbeit am Schulprogramm ist als ständiger Tagesordnungspunkt auf Schulkonferenzen bzw. den Sitzungen der übrigen Mitbestimmungsgremien vorhanden.

 

 Arbeitsplanung

Um zu gewährleisten, dass die Arbeit am Schulprogramm vergleichbar strukturiert und synchronisiert verläuft, hat eine zentrale Koordinierungsgruppe aus Schulleitung und Fachbereichsleitern für die unabhängig voneinander arbeitenden Gruppen Rahmenvorgaben erarbeitet (sie hat sich dabei an den im Internet zur Verfügung gestellten Arbeitsmaterialien des Ministeriums orientiert, insbesondere am Arbeitsbericht der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule in Lünen.) Diese Rahmenvorgaben sollen der Koordinierungsgruppe das Zusammenführen der verschiedenen Arbeitsergebnisse erleichtern um notwendige Beschlussfassungen vorzubereiten und die Arbeitsgruppen bei der Strukturierung ihrer Arbeit zu unterstützen. Gleichzeitig wird auf diese Weise eine zeitliche Koordination gewährleistet. Die Rahmenvorgaben finden sich in einem Fragenkatalog, an dem sich die Arbeit in den einzelnen Arbeitsgruppen orientiert.

Fragenkatalog zur Arbeitsplanung in Arbeitsgruppen zum Schulprogramm

  • Wer koordiniert die Arbeit in der Gruppe?
  • Welchen Bereich schulischer Arbeit möchte die Gruppe weiter entwickeln?
  • Wie sieht dieser Bereich bisher aus, worauf kann die Gruppe aufbauen?
  • Welchen Arbeitsplan will die Gruppe verfolgen?
  • Welche Ziele und Ergebnisse strebt die Gruppe an?
  • Für welchen Zeitraum plant die Gruppe?
  • Welche Arbeitsschritte sind geplant?
  • Wie soll die Evaluation durchgeführt werden?
  • Welche Evaluationsinstrumente will die Gruppe einsetzen?
  • Wie kann die Evaluation durchgeführt und ausgewertet werden?
  • Welche Konsequenzen können aus den Ergebnissen gezogen werden?
  • Für welche Bereiche sieht die Gruppe Fortbildungsbedarf?
  • Welche Auswirkungen hat das Entwicklungsprojekt für die strukturellen Rahmenbedingungen unserer Schule?

Inwieweit dieses Konzept der Arbeitsplanung trägt, wird die weitere Arbeit am Schulprogramm erweisen. Die bisherigen Ergebnisse deuten aber in eine positive Richtung.

Fortbildungsplanung

Aus den Rahmenbedingungen zur Arbeitsplanung ergeben sich bereits Orientierungen, die den Fortbildungsbedarf deutlich machen. Die Koordinierung dieses Fortbildungsbedarfs übernimmt die zentrale Koordinierungsgruppe, bei der die Anträge aus den Arbeitsgruppen zusammenlaufen. Auf der Basis der Anträge erstellt die Koordinierungsgruppe Vorschläge, die der Lehrerkonferenz vorgelegt werden. Diese entscheidet dann, welche Prioritäten gesetzt werden. Dabei wird auch berücksichtigt, ob durch ein neues Entwicklungsvorhaben auch Kollegen und Kolleginnen betroffen werden, die nicht Mitglied der Arbeitsgruppe waren. Zudem wird geprüft, ob die Schule nicht schon über eigene sachliche und personelle Ressourcen verfügt, die genutzt werden können. Zu denken ist hier beispielsweise an kompetente Eltern oder Angebote auf Seiten des Schulträgers.

Planungen zur Evaluation

Erste Möglichkeiten zur Evaluation der Unterrichtsqualität ergeben sich aus den Ergebnissen der Vergleichsarbeit und der zentralen Abschlussprüfungen, sowie des Zentralabiturs in den verschiedenen Fächern und Jahrgangsstufen. Diese Instrumente haben es uns ermöglicht einen ersten Überblick über die Vergleichbarkeit der Unterrichtsergebnisse zu erhalten und Ansatzpunkte für Korrekturen und Weiterentwicklung zu finden. Die Ergebnisse werden in einzelnen Gremien vorgestellt und diskutiert. Eine intensivere Auswertung erfolgt in den Fachkonferenzen der beteiligten Fächer. Wir möchten dennoch die Ergebnisse der folgenden Jahrgänge abwarten, um auf eine breitere empirische Basis zurückgreifen zu können. Im Moment scheint sich abzuzeichnen, dass unsere Schule im landesweiten Vergleich überdurchschnittliche Ergebnisse erzielt. Diese Qualität gilt es zu sichern und weiter zu entwickeln.

Im Folgenden sind Grundüberlegungen zu den einzelnen Schritten einer Evaluation formuliert.

Evaluation wird von uns als ein Zyklus verstanden, der sich an acht Schritten orientiert:

    1. Festlegen eines Evaluationsbereichs.

Dieser Bereich muss klar umrissen sein. Es ist wenig sinnvoll zuviel auf    einmal zu wollen oder zu unbestimmt zu bleiben.

    1. Klärung von Zielen und Kriterien

Hier geht es darum, welche Ziele im gewählten Evaluationsbereich überprüft werden sollen und welche Kriterien dafür von Bedeutung sind.

    1. Festlegen von Indikatoren und Mindestanforderungen

Ob Kriterien und Ziele erreicht worden sind, muss beobachtbar sein. Als Indikatoren dienen messbare Anhaltspunkte (z.B. ein definiertes Verhalten). Gleichzeitig müssen die Indikatoren mit Mindestanforderungen verbunden werden, um deutlich zu machen, was unter guter oder nicht mehr ausreichender Qualität verstanden wird.

    1. Auswahl oder Entwicklung von Evaluationsinstrumenten

Es gilt zu prüfen, welche Evaluationsinstrumente bereits vorhanden sind. Dies wird zumeist der Fall sein. Andernfalls gilt es eigene spezifische Instrumente zu entwickeln.

    1. Sammeln von Daten

Hier erscheint es sinnvoll zunächst auf schon vorhandene Daten zurückzugreifen z.B. Klassenbücher, Ergebnisse von Klassenarbeiten und Klausuren, Protokolle usw.) Die Menge der erhobenen Daten sollte überschaubar bleiben.

    1. Auswerten von Daten

Die Auswertung hängt vom Erhebungsinstrument ab (Zusammenfassung von Interviews, prozentuale Häufigkeiten, Mittelwerte usw.)

    1. Feedback geben

Wichtig ist ein Gespräch über die Ergebnisse mit den Beteiligten. Erst dann ist es möglich Konsequenzen abzuleiten.

    1. Konsequenzen ziehen

Die Evaluation eines Bereiches macht erst Sinn, wenn aus den Ergebnissen Konsequenzen gezogen werden, die in neue Qualitätsmaßnahmen münden und einen neuen Zyklus in Gang setzen.

 

Die hier skizzierten Bereiche der Schulprogrammarbeit machen deutlich, dass wir bereit sind, unsere Arbeit kritisch zu reflektieren. Wir möchten ihre Qualität weiter entwickeln, indem wir sachgerechte Veränderungen und Verbesserungen auf den Weg bringen. Dabei hilft nach unserer Einschätzung die systematische Evaluation eines jeweils erreichten Zustands.

Mitbestimmung am Konrad-Adenauer-Gymnasium

 
 
 
 
 
                    
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