Schulsanitätsdienst
Der Schulsanitätsdienst am KAG
Was machen eigentlich Schulsanis?
Schulsanitäter sind Schülerinnen und Schüler, die einen sehr ausführlichen Kurs in Erste Hilfe (16 Stunden Schulung) durchlaufen haben und sich bereit erklären, in den Pausen oder bei Schulveranstaltungen für andere Schüler in Notfällen da zu sein. Dazu verbringen sie oft ihre Pausen in den sogenannten Sani-Räumen, um dort mit Pflaster, Coolpacks, Verbänden oder auch mal einem Glas Wasser weiterzuhelfen, wenn es jemandem schlecht geht. Weil es oft mehr ums Trösten als ums Verbinden geht, nehmen die Schulsanis immer wieder an Fortbildungen und Auffrischungskursen teil, um auch fit für "echte" Notfälle zu sein. Nach dem Prinzip des DRK kann jeder ein "kleiner Held" sein und im Notfall sachgerecht und überlegt handeln. Manchmal geht es nur darum, ein Tempo zu reichen, manchmal muss man den Notruf absetzen oder aber auch Wunden verbinden. "Dabei bleiben, nicht wegsehen und sich verantwortlich fühlen" ist für die Schulsanis eine Selbstverständlichkeit.
Inzwischen gehören die Sanis fest zur "mobilen Einrichtung" an unserer Schule! Sie werden immer häufiger für Schulveranstaltungen (Sponsered move, Weihnachtskonzert etc) gebucht und auch von den kleineren Schülern gerne in Anspruch genommen. Selbst die Lehrer der Schule lernen die Schülerinnen und Schüler zu akzeptieren und ihren Rat einzuholen, auch wenn nicht immer jeder Kollege ihnen glauben will, dass die Schüler sich auskennen und man Nasenbluten schon seit Jahrzehnten nicht mehr mit einem "Blick in die Sterne" therapiert!
Zu den Schulsanis gehören Schülerinnen und Schüler von Klasse 9 - Klasse 13, einige haben ihre Scheine am KAG erworben, andere engagieren sich in ihrer Freizeit noch im DRK, DLRG oder bei anderen Einrichtungen.
Was muss ich tun, wenn ich bei den Schulsanis mitmachen will?
Nimm an einem der nächsten Kurse in Erste Hilfe teil und achte auf die Aushänge, die die Kurse ankündigen. Der große Kurs (16 Stunden) ist Voraussetzung für die Mitarbeit im Schulsanitätsdienst. Wenn du bereits einen solchen Kurs beim DRK, DLRG oder einem anderen Anbieter gemacht hast, kannst du dich einfach im Sani-Raum nach unserem Gruppen-Termin erkundigen (z.Zt. dienstags, 2. große Pause) und Frau Bräuer ansprechen.
Seit wann gibt es die Schulsanis am KAG?
Am KAG gibt es seit 2003 einen Schulsanitätsdienst. Im Frühjahr 2005 übernahm nach dem Weggang von Frau Bleckmann, die ihn gegründet hatte, Frau Bräuer die Ausbildung und Leitung der Schulsanitäter. Seitdem werden in jedem Schuljahr ein oder zwei neue Kurse in Erster Hilfe angeboten, manchmal als Blockveranstaltung am Wochenende, einmalig im letzten Jahr auch als wöchentliche AG. Neu seit diesem Jahr ist ein Kursangebot für Lehrer. Zwei Kurse fanden bereits statt und es ist geplant, ab sofort jedes Jahr einen Kurs für Lehrer anzubieten.
Inzwischen sind am KAG seit 2005 in 7 Kursen 97 Schüler/innen in Erste Hilfe ausgebildet woden. Es fanden zwei Kurse für unsere Lehrer statt und ein Kurs für eine Gruppe von Grundschullehrern. In allen Kursen haben die Schulsanis die Schulungen durch "RUD-Einheiten" sehr anschaulich belebt. Für die Schulsanis werden 4 Auffrischungstermine angeboten. Seit diesem Jahr müssen alle Schulsanis mindestens einen Auffrischungstermin wahrnehmen.
Wir waren bereits zwei Mal (2006 und 2007) Teilnehmer am sogenannten Schulsani-Tag, einem Wettbewerb des DJRK für alle Schulsanis im Bezirk Nordrhein. 2006 belegten wir den 8. Platz, 2007 kamen wir bereits auf Platz 6!
Im März 2006 haben wir eine Fortbildung in "RUD - realistischer Unfall Darstellung" mitgemacht und haben uns von einer Maskenbildnerin zeigen lassen, wie man Wunden schminkt. Seit wir an den Wettbewerben teilnehmen, ist die RUD wichtiger Bestandteil unserer Weiterbildung und unserer Kurse.
Warum ist uns die RUD so wichtig?
Das DRK ist eine Organisation, die schon lange Menschen als Laien oder als professionelle Helfer in Erster Hilfe ausbildet. Dabei hat man aber z.B. in den beiden Weltkriegen festgestellt, dass sich Theorie und Praxis sehr stark unterscheiden und auch hartgesottene, gut ausgebildete Sanitäter einen Schock erleiden können, wenn sie mit echten Wunden und echtem Blut konfrontiert werden. Dies führte manchmal dazu, dass die Sanitäter nicht handlungsfähig waren. Es ist hilfreich, beim Üben von Notfällen Wunden nachzubilden und mit Hilfe von Filmblut (riecht nach Himbeere), Wachs, Lidschatten und anderen Hilfsmitteln aus der Kosmetikbranche die Übung ein wenig dramatischer zu gestalten. Wer glaubt, dass er sich von geschminkten Wunden nicht schocken lässt, darf gerne mal vorbeikommen und mitmachen. Auch in Bezug auf darstellerische Leistung sind die Schulsanis als Mimen inzwischen kaum mehr von echten Notfällen zu unterscheiden.
Was ist geplant?
Ab sofort soll in jedem Jahr ein Kurs für Lehrer angeboten wrden. Außerdem ist geplant, ab diesem Frühjahr je einen Kurs für die Jahrgangsstufen 8 und 9 anzubieten. Ziel ist es, aus jeder Klasse 8 und 9 zwei oder drei Schüler in Erster Hilfe auszubilden.
Eine genze Reihe von Schulsanis würde sehr gerne eine Ausbildung zum sogenannten San A machen. Dies ist die nächste Ausbildungsstufe im DRK. Leider führen wir jetzt schon länger Verhandlungen mit dem DRK über einen Termin.